Mäldabend und Vaterschaftstest

Letze Woche haben wir mal wieder einen Mädelsabend veranstaltet. Während der Studienzeit waren wir eine Gruppe von fünf Freundinnen, die durch dick und dünn gegangen sind. Die stundenlange Paukerei in der Bibliothek, die angespannten Nerven vor den Examen und schlussendlich die große Freude bei Abschluss des Studiums. Natürlich hatten wir auch eine Menge Spaß. Ich denke gerne an die legendären Campus-Partys oder die langen Nächten in unserer WG zurück, in denen wir uns unsere Zukunft nach dem Studium ausmalten. Fast alle wollten in die Privatwirtschaft und eine Karriere in einem großen Konzern starten. Die Studienzeit ist nun schon wieder fast ein Jahr her. Ein Jahr haben wir uns nicht mehr zu Gesicht bekommen, da gibt es natürlich viel zu erzählen. Melanie platzte gleich mit einer Bombe ins Treffen. Sie sei schwanger und wüsste aber nicht, wer der Vater ist. Sie dachte über einen Vaterschaftstest nach.

Für die Gewissheit einen Vaterschaftstest

Wir mussten diese Neuigkeit erst einmal verdauen. Schließlich waren wir gerade alle frisch fertig mit unserem Studium und noch sehr jung. Melanie ging mit der Tatsache, dass sie schwanger ist, sehr gelassen um. Sie hat Kinder schon immer gerne gemocht und auch ihre zwei älteren Schwestern haben jung Kinder bekommen. Auch wenn sie die jüngste in der Familie ist, hatte sie immer ihre Nichten und Neffen um sich, die für sie wie jüngere Geschwister waren. Sie ist in einer festen Partnerschaft, wie sie uns erzählte, jedoch lag die letzte Beziehung nicht allzu lange zurück. Deswegen möchte sie auch mit einem Vaterschaftstest prüfen, wer der Erzeuger des Kindes ist. Wir hielten das für eine vernünftige Idee, nur müsste sie sich auch der Konsequenzen von dem Ergebnis bewusst werden. Sie wirkte nachdenklich, aber nach ein paar Minuten wechselten wir auch schon wieder das Thema.

Wie in alten Zeiten

Der Abend verlief sehr entspannt und vertraut, wie in alten Zeiten. Jede von uns hat in dem einen Jahr viel erlebt, beruflich als auch privat. Svenja hat nach einem halben Jahr gemerkt, dass die Firma für die sie arbeitete, nicht die gleichen Werte und Ziele wie sie verfolgte. Daraufhin kündigte sie und reiste für drei Monate durch Südamerika. Eine turbulente Zeit, wie sie schilderte. Dort lernte sie auch ihren jetzigen Chef kennen, der eine große internationale Firma in Deutschland leitet. Sie ist jetzt total zufrieden mit ihrem neuen Job und auch im Team sehr beliebt. Wir freuten uns alle für sie und waren nach dem dritten Glas Wein auch richtig in Feierlaune. Die Nacht war flüssig und voller Träume. Genauso wie damals.

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